Der Mann, der auf dem Mond das Licht ausgemacht hat, ist tot

Apollo-Astronaut Eugene Cernan starb am 16. Januar 2017, Er war ein mehrfacher Rekord-Raumfahrer – auf dem Mond und im Weltraum.

Als Eugene Cernan am 14. Dezember 1972 nach etwa drei Tagen und drei Stunden Aufenthalt im Taurus-Littrow-Tal auf dem Mond den Erdtrabanten mit dem Landemodul Challenger wieder verließ, war er der bis heute letzte Mensch auf einem anderen Himmelskörper.

Der Kommandant der Apollo-17-Mission ist nun am 16. Januar 2017 im Alter von 82 Jahren gestorben. Damit leben von den zwölf Menschen, die auf dem Mond waren, noch die Hälfte: Buzz Aldrin, Alan Bean, David Scott, John Young, Charles Duke und Harrison Schmitt.

Neue Missionen für Landungen — oder sogar dauerhafte Stationen — auf dem Mond sind immer wieder mal im Gespräch, aber so richtig kommen die Projekte wie Aurora (ESA) oder Orion-MPCV (NASA) in Sachen bemannte Mondlandungen nicht in die Gänge.

Eugene „Gene“ Cernan verließ den Mond mit den Worten:

„And, as we leave the Moon at Taurus-Littrow, we leave as we came and, God willing, as we shall return, with peace and hope for all mankind.“ —Eugene Cernan, Apollo 17

„Und nun, da wir den Mond bei Taurus-Littrow verlassen, gehen wir, wie wir gekommen sind und — so Gott will — wie wir zurück kommen werden: in Frieden und mit Hoffnung für die gesamte Menschheit.“

Eugene Cernan am 11. Dezemeber 1972 bei beim kurzen Check des Lunar Rover der Apollo-17-Mission.
Eugene Cernan am 11. Dezemeber 1972 bei beim kurzen Check des Lunar Rover der Apollo-17-Mission. Foto: NASA

Cernan saß bereits 1969 in einer Mondlandefähre, die gehörte zur Apollo-10-Mission, hörte auf den Namen Snoopy — und umkreiste als Test nur der Mond. Zum Trost stellte die Apollo-Kapsel auf dem Rückflug beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre den nach wie vor gültigen Geschwindigkeitsrekord von 39897 km/h.

Mit 22 Stunden und knapp 4 Minuten war Eugene Cernan zusammen mit seinem Kollegen Harrison Schmitt am längsten im Außeneinsatz (EVA) auf dem Mond unterwegs, dreimal waren sie draußen, wovon der längste Einsatz 7 Stunden und 36 Minuten dauerte.

Auch haben die beiden am meisten Mondgestein gesammelt (110,4 Kilogramm, knapp ein Drittel des gesamten von Apollo-Astronauten zur Erde gebrachten Gesteins), und legten die längste Stecke mit dem Mondauto zurück (34 Kilometer).

Überlassen wir zum Schluss das Wort Gene und Harrison …

Headerbild: Apollo-17-Astronaut Eugene Cernan am 14. Dezember 1972 nach dem Verlassen der Mondoberfläche im Landemodul Challenger. Foto: NASA/Harrison Schmitt

ISS-Außeneinsatz abgebrochen: Tim & Tim und ein Tropfen Wasser

ESA-Astronaut Tim Peake beim Außeneinsatz an der Internationalen Raustation ISS, aufgenommen mit Tim Kopras Helmkamera. <br/><small>Foto: <a href="http://www.esa.int/spaceinimages/Images/2016/01/Tim_Peake_spacewalk">NASA</a>
ESA-Astronaut Tim Peake beim Außeneinsatz an der Internationalen Raustation ISS, aufgenommen mit Tim Kopras Helmkamera.
Foto: NASA

Der ESA-Astronaut Tim Peake durfte am vergangenen Freitag, 15. Januar 2015, das erste Mal  die Internationale Raumstation ISS verlassen und mit dem Raumanzug raus in den Weltraum. Mit dabei war der NASA-Astronaut und Namensvetter Tim Kopra.

Die „extravehikulare Aktivität“ (EVA) — lustigerweise oft „Weltraumspaziergang“ genannt, obwohl das harte Arbeit an der Raumstation ist — musste vorzeitig abgebrochen werden, da in Kopras Helm ein Wassertropfen „kleiner als ein Golfball“ entdeckt wurde.

Die Missionskontrolle erinnerte sich wohl an die Außenmission des italienischen ESA-Astronauten Luca Parmitano im Jahr 2013, dessen Helm durch ein Leck mit eineinhalb Litern Wasser voll lief. Von dieser zumindest unangenehmen, wenn nicht sogar gefährlichen Situation, berichtete Parmitano danach ausführlich.

Tim & Tim kamen bei ihrem Außeneinsatz aber nicht in Gefahr, aber „schon“ nach 4 Stunden und 43 Minuten waren beide wieder an Bord der ISS. Den Arbeitsauftrag — der Austausch eines defekten Spannungsreglers — konnten die Astronauten vor der vorzeitigen Ende der Mission aber noch ausführen.

Die ESA hat nun ein Video von Tim Peakes Weltraumeinsatz veröffentlicht. Sehenswert auch, wie brachial die Kollegen an Bord den Heimkehrern aus den Anzügen helfen müssen. 😉

Grün-weiße Alpen unter der ISS

Die Alpen am 27.12.15 von der ISS aus fotografiert. Foto: ESA/NASA
Die Alpen am 27.12.15 von der ISS aus fotografiert. Foto: ESA/NASA

Die eher grünen als schneeweißen Alpen hat der britische ESA-Astronaut Timothy Peake am 27. Dezember 2015 von der Internationalen Raumstation ISS aus fotografiert. Auf Twitter schrieb Peake:

Der Hashtag #Principia steht für den Namen der Mission. Anfang 2014 konnten Vorschläge für den Missionsnamen bei der ESA eingereicht werden, Principia wurde 20-mal genannt. Angelehnt ist der Missionsname an Isaac Newtons — ebenfalls ein Brite — Hauptwerk Naturalis Principia Mathematica.

Via nasa.gov