Waldbrand stört Suche nach Außerirdischen

Gegen ganz irdische Naturkatastrophen sind auch Hightech-Weltraumforschungs-Projekte nicht gefeit.

So werden die Außerirdischen nie gefunden.

Der Domain-Name-Services-Server (DNS) des Projekts SETI@home am Institut für Weltraumforschung (SSL) der Berkeley-Universität in den USA funktioniert seit etwa einem Tag nicht mehr so richtig.

Normalerweise wäre das kein Problem, dort arbeiten eine Menge schlaue Leute, die den DNS-Server wieder zum Laufen bekommen können. Doch die wurden sicherheitshalber aus dem Gebäude evakuiert, da in dem Gebiet Waldbrände lodern.

https://twitter.com/dwcssl/status/892864940431654912

Zumindest könnte es Probleme in der nächsten Zeit für alle Teilnehmer am SETI@home-Projekt geben. Alles, was mit E-Mail auf dem @SETI@home-Server passiert, geht gerade nicht. Und unter Umständen könnten auch die Teilnehmer Schwierigkeiten bkommen, die ihre Rechenergebnisse vom heimischen Rechner auf den zentralen Server übermitteln wollen. Aber Hauptsache, den SSL-Mitarbeitern ist nicht passiert.

Quelle: Mail problems and fire near SSL.

Exoplaneten in Massen und doch nicht genug

In einer neuen Folge von Urknall, Weltall und das Leben erklärt Josef Gaßner, wie die Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems funktioniert und stellt ein paar der gefundenen Exoplaneten vor.

Immer mehr Exoplaneten gefunden

Suche nach Exoplaneten: Kepler 16 Transit. (NASA/JPL-Caltech/R. Hurt)
Kepler 16 Transit. NASA/JPL-Caltech/R. Hurt

Bis Ende März 2016 führte die NASA 1962 Exoplaneten in ihrer Liste, die als bestätigt gelten. Dazu gibt es noch etliche mögliche Kandidaten, so wie Alpha Centauri Bb, der — wenn er wirklich existieren würde — mit 4,01 Lichtjahren unserem Sonnensystem am nächsten wäre. Aber in diesem Satz sind nicht umsonst einige Konjunktive.

1041 dieser Planeten wurde mit dem Weltraumteleskop Kepler entdeckt, der größte Teil davon 2014, als alte Kepler-Daten nochmal mit einem statistischen Verfahren analysiert wurden. Aber die Anzahl der gefundenen extrasolaren Planeten hat in den letzten Jahren zugenommen und wird mit weiteren Missionen noch ansteigen.

Neue Instrumente für die Planetensuche in Sicht

Mal sehen, wie lange Kepler mit seinen mittlerweile eingeschränkten Möglichkeiten noch Daten liefern kann. Aber 2017 bekommt der Planetensucher im All Untersützung von TESS ((Transiting Exoplanet Survey Satellite) und 2024 dann von PLATO (Planetary Transits and Oscillations of Stars). Und vielleicht findet man dann auch Anzeichen von Leben bei einem der Exoplaneten.

Header-Bild: NASA/JPL-Caltech/R. Hurt

Raumzeit-Podcast: Gravitationswellenastronomie

Tim Pritlove spricht in der 61. Episode des Raumzeit-Podcasts mit ESA-Physiker Oliver Jennrich über Gravitation, deren Wellen (oder doch Teilchen) und deren Bedeutung für die zukünftige Astronomie.

 

Urknall, Weltall und das Leben: Entstehung von Galaxienhaufen

Beim Youtube-Kanal „Urknall, Weltall und das Leben“ darf auch der Nachwuchs mal ran. Hier gibt Alexander Arth, Doktorand an der Universitäts-Sternwarte München, einen Überblick über die Entstehung, Entwicklung und „Funktionsweise“ von Galaxienhaufen.

Das Jahr des Endes von Rosetta

Das Jahr 2016 wird das Jahr sein, in der die Sonde Rosetta sterben wird. Die ESA hat Mitte des vergangenen Jahres verkündet, die Mission am Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko bis September 2016 zu verlängern und die Sonde  dann gezielt auf die Oberfläche abstürzen zu lassen. Mittlerweile ist als Rosettas „Todestag“ der 30. September 2016 geplant.

Eines der letzten Bilder von 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aus dem Jahr 2015. Aufgenommen von der Sonde Rosetta am 31.12.2015. Foto: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA
Eines der letzten Bilder von 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aus dem Jahr 2015. Aufgenommen von der Sonde Rosetta am 31.12.2015.
Foto: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Noch bevor der Absturz-Plan feststand, als die ESA noch nicht über das endgültige Schicksal Rosettas entschieden hatte, durfte ich Paolo Ferri treffen. Der Leiter des Flugbetriebs für alle unbemannten Missionen bei der ESA beschrieb das Szenario in seiner typisch italienischen Dramatik so:

„Das ist dann wirklich Kamikaze, wir überleben so lange wie möglich, die Wissenschaftler sind zufrieden und am Ende sterben wir.“
Quelle: Main-Post

Man beachte das „wir“ — über die vielen Jahre identifiziert man sich wohl mit der Raumsonde. 😉