Schlagwort-Archive: Raumsonde

Jupiter und Juno: Im Land des unscharfen Gasriesen

Seit Anfang Juli treibt sich die NASA-Raumsonde Juno im Bereich des Jupiters herum. Juno hat eine … nun, nennen wir es mal PR-Kamera dabei. Die JunoCam hat kaum einen wissenschaftlichen Zweck bei der Mission, sie dient vor allem der Öffentlichkeitsarbeit. Ja, auch so funktioniert Raumfahrt.

Noch gibt es keine hochauflösende Bilder des fünften Planeten und seiner Monde, am 27. August soll sich das bei der nächsten Annäherung Junos an den Jupiter aber ändern.

Aber selbst die noch recht unscharfen Bilder sind durchaus beeindruckend.

Jupiter, aufgenommen am 10 Juli 2016 von der Raumsonde Juno. Rechtes neben dem Gasriesen sind die Monde Io, Europa und Ganymed zu sehen.Credits: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS
Jupiter, aufgenommen am 10 Juli 2016 von der Raumsonde Juno. Rechts neben dem Gasriesen sind die Monde Io, Europa und Ganymed zu sehen. Credits: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS

Raumzeit-Podcast: Gravitationswellenastronomie

Tim Pritlove spricht in der 61. Episode des Raumzeit-Podcasts mit ESA-Physiker Oliver Jennrich über Gravitation, deren Wellen (oder doch Teilchen) und deren Bedeutung für die zukünftige Astronomie.

 

Das Jahr des Endes von Rosetta

Das Jahr 2016 wird das Jahr sein, in der die Sonde Rosetta sterben wird. Die ESA hat Mitte des vergangenen Jahres verkündet, die Mission am Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko bis September 2016 zu verlängern und die Sonde  dann gezielt auf die Oberfläche abstürzen zu lassen. Mittlerweile ist als Rosettas „Todestag“ der 30. September 2016 geplant.

Eines der letzten Bilder von 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aus dem Jahr 2015. Aufgenommen von der Sonde Rosetta am 31.12.2015. Foto: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA
Eines der letzten Bilder von 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aus dem Jahr 2015. Aufgenommen von der Sonde Rosetta am 31.12.2015.
Foto: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Noch bevor der Absturz-Plan feststand, als die ESA noch nicht über das endgültige Schicksal Rosettas entschieden hatte, durfte ich Paolo Ferri treffen. Der Leiter des Flugbetriebs für alle unbemannten Missionen bei der ESA beschrieb das Szenario in seiner typisch italienischen Dramatik so:

„Das ist dann wirklich Kamikaze, wir überleben so lange wie möglich, die Wissenschaftler sind zufrieden und am Ende sterben wir.“
Quelle: Main-Post

Man beachte das „wir“ — über die vielen Jahre identifiziert man sich wohl mit der Raumsonde. 😉